Schellackpolitur

Der Grundstoff besteht aus dem Harz, das die indische Lacklaus absondert und in trockener Flockenform per Schiff nach Europa gelangt. Diese Flocken lösen wir in hochprozentigem Äthylalkohol und bringen sie gefiltert mit einem Leinenballen in Handarbeit auf die Fläche. Hierbei gilt, je mehr Schichten, umso besser die Tiefenwirkung des Holzes. Man kann sagen, daß ab 50 Schichten Lackauftrag die Holzmaserung so richtig zu Geltung kommt und das Möbel in einem natürlich wirkendem Glanz erscheinen läßt. Nachdem das Lösungsmittel Alkohol ausgedünstet ist, bleibt ein für die Gesundheit absolut unbedenklicher Lackfilm zurück, welcher hart und widerstandsfähig ist, jedoch auch das unvermeidbare Arbeiten des Holzes mitmacht. Zugegebenermaßen verträgt er keine heißen Teekannen und Alkohol, kurzzeitigen Kontakt mit Wasser übersteht er problemlos.
Im Gegensatz zu Nitro- oder Kunstharzlacken, welche das Möbel kühl und unnatürlich umschließen und geradezu abschotten, steht das Möbel in Schellack warm und harmonisch im Raum. Dies wird nicht nur mit dem Auge, sondern auch beim Darüberstreichen mit der Hand erfahren. Für hochwertige Möbel eine geradezu unumgängliche Oberflächenbehandlung.

Rüdiger Tömp – Tischlermeister

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